Nun ist es soweit. Die Entscheidung ist gefallen. Als nächstes möchte ich euch etwas über CybermobbingCybergrooming, erzählen. Der erste Teil ist wie immer der allgemeine Teil aus der ganzen Reihe, ich versuche dann näher ins Detail einzutauchen, so dass ihr einen Einblick bekommt was Cybermobbing überhaupt ist.

Dann lasst uns starten!

Was ist denn nun Cybermobbing?

„Darunter versteht man die BeleidigungBedrohungBloßstellung oder Belästigung von Personen mithilfe von Kommunikationsmedien, bspw. über Smartphones, E-Mails, Websites, Foren, Chats und Communities! Das “Cybermobbing” oder auch “Cyberbullying“, also das Mobbing im Internet, kann zum Beispiel in Chats, Foren und per E-Mail passieren, aber auch in Social Communities wie Facebook und Instagram und auf Videoplattformen wie Youtube, auch wenn die Betreiber diesen Seiten sich bemühen, gegen Mobbingattacken vorzugehen und Diffamierungen schnell zu löschen.“

Das ist die öffentliche Definition, die man auf der Seite des Bundesministeriums findet. Leicht verständlich, kurz und knackig.

  • Wikipedia beschreibt die Erscheinungsformen von Cybermobbing sehr genau, deshalb hier von mir diese nur kurz und einfach, zusammengefasst:

Beschimpfungen / Beleidigungen

Sind Nachrichten, die meist tief verletzen können, aber auch Kommentare und Drohungen, die im Zuge einer Auseinandersetzung im Netz gesendet werden und für alle einsehbar sind. 

Belästigung

Das sind auf ein Opfer gerichtete, ausfällige und wiederholende Nachrichten in den sozialen Medien.

Gerüchte verbreiten

Ist oft verletzender Tratsch, der in den meisten Fällen nicht der Wahrheit entspricht. Dieser kann online gestellt oder an andere verschickt werden. Bei dem Tratsch, dem Verbreite von Gerüchten, geht es oftmals darum, dass eine möglichst große Reichweite angesprochen wird und das Opfer möglichst wenig bis gar nichts davon mitbekommt. 

Impersonation

Kurz gesagt, man “klaut” sich eine Identität und treibt seinen Unfug damit im Netz.

Bloßstellung

Bei einer Bloßstellung geht es in den meisten Fällen darum, andere durch pikante und intime Details öffentlich zur “Schau” zu stellen.

Ausgrenzung

Hier wird das Opfer von Gruppen ausgeschlossen. Nicht in seltenen Fällen handelt es sich hier um “Geschlossene Gruppen” oder auch um “private Gruppen”-Bereiche!

Cyber-Mobbing kann unterschiedliche Opfer in den verschiedensten Lebensbereichen treffen. Denn man kann Cybermobbing z.B. nicht nur auf den Privatbereich beschränken, sondern es kann genauso gut gegen Einzelpersonen im Berufsleben oder gegen Unternehmen gerichtet sein. 

Doch warum ist es so schwer heutzutage sich gegen Cybermobbing zu schützen?

Nun hier spielen viele Faktoren eine Rolle. Man kann nicht sagen: 

  • Hätte sich das Opfer besser geschützt dann wäre es nicht zur Straftat gekommen!
  • Aber auch nicht, wenn die Täter es schwerer gehabt hätten, dann hätten sie nicht zugeschlagen. 
Es ist oft schwieriger Hass durch Liebe zu ersetzen als umgekehrt

Also im Falle von Cybermobbing kann man nichts wirklich pauschalisieren, oder alle in einem Topf werfen. Doch was man machen kann ist, das Bewusstsein für die sozialen Medien, für das Internet, zu schärfen. Bedeutet im Klartext, so wie man als Kind lernt vorsichtig zu sein, wenn man über die Straße geht und vor allem sich vergewissern, dass keine Autos kommen, so ähnlich funktioniert das mit dem Bewusstsein schärfen. 

Natürlich ist man dann auch nicht zu 100 % geschützt doch kann es weniger oft vorkommen, dass Cybermobbing Erfolg hat. Denn das Internet, das als – die global agierende Datenautobahn gilt, hat Vor- aber auch Nachteile! Denn im Internet kann man Informationen, Gedanken, Filme oder Fotografien austauschen, doch man kann auch neue Freundschaften schließen oder sogar die große Liebe finden, und das schier grenzenlos. 

Fangen wir bei den Jugendlichen an und warum für sie das Netz zu einer gefährlichen „Spielwiese“ werden könnte. Nun das Internet bietet eben gerade Jugendlichen, welche sich vielleicht gerade in der Pubertät befinden, eine ideale Möglichkeit für die Suche nach der eigenen Identität und auch eine gute Plattform für die ersten sexuellen Selbsterfahrungen.

Das gefährliche daran ist die Tatsache, dass die Jugendlichen vielleicht nicht so versiert in Umgang mit manchen sozialen Medien sind oder einfach kein fundiertes Wissen über die Informatik besitzen, so dass sie sich gezielt vor Cybermobbing schützen können. Insgesamt aber sollten wir alle erkennen, dass Cybermobbing längst ein gesamtgesellschaftliches Problem mehr ist, so betrifft Cybermobbing nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch uns Erwachsene. Darauf werde ich in den kommenden Beitragsteilen näher eingehen. 

Auch werde ich näher darauf eingehen, was die Folgen vom anonymen Auftreten und Kontrollverlust im Internet, bedeuten! Diese können von „jeder User kann sich hinter einer Maske verstecken/agieren und so unerkannt bleiben“, bis hin zu „der Angst erwischt zu werden sehr gering ist und die Cybermobber somit geringe bis keine Hemmschwelle aufweisen können“, reichen!

Doch auch die Folgen für den gemobbten sind nicht ohne, worauf ich auch in den nächsten Beitragsteilen näher eingehen möchte. Denn das Cybermobbing belastet einigen Menschen (ob es Jugendliche, Erwachsene etc.) derart, dass sie nicht einmal mehr in der Lage sind, aus dem Haus zu gehen, an Depressionen, Angstzustände, Schlafstörungen und Albträume leiden. Aber auch Scham und Selbstzweifel zwingen viele in Isolation, sogar von Suizid ist die Rede, wenn Cybermobbing mehr als gefährlich wird. 

Oft sind die Opfer schutzlos, machtlos, ratlos und wissen nicht weiter

Auf all das was ich oben angesprochen habe werde ich drauf eingehen, da es mir sehr wichtig ist ein Verständnis dafür zu vermitteln wie und warum man bestimmte soziale Medien, das Internet in welcher Art und Weise benutzt. 

Worauf ihr aber jetzt schon schauen könnt?

  • z.B. was gebt ihr von euch im Netz preis? Ich meine, die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse ist ja nichts mehr Schlimmes, da die meisten entweder eine Webseite habe oder eben ein Blog haben!
  • Schaut, dass ihr z.B. keine DETAILLIERTE pikante Details aus eurem Leben öffentlich macht (das kann z.B. sein, mit wem ihr fremdgegangen seid, was im Detail bei Vorstellungsgesprächen gesprochen wurde, oder welchen genauen Tagesabläufen ihr zu leben pflegt)
  • Seid vorsichtig was „geschlossene“ Gruppen im Netz angehen! Seid ihr zu vertrauenswürdig, öffnet ihr euer Herz, weil ihr denkt „sieht eh keiner außer „wir“ in die Gruppe“, kann es passieren, dass Mobber euch schneller in die Hand haben als es euch lieb ist. 

Wenn ihr Anregungen, Wünsche habt, dann freue ich mich von euch zu hören, lesen, wie auch immer.