In diesem Teil möchte ich darauf aufmerksam machen wie Cybergrooming entstehen kann und welche Auswirkungen es haben kann. Natürlich gibt es viele ITler die darüber berichten, die genau auf dieses Thema eingehen, doch nun möchte auch ich kurz darauf eingehen. Wenn ich zu direkt sein sollte, dann verzeiht, es ist Absicht. NICHT, weil ich andere schlecht machen möchte, es ist mehr eine Beleuchtung von dem was entsteht, wenn man „leichtsinnig“ handelt.

Was dieser Beitrag auf jeden Fall NICHT soll, ist, ANGST schüren! Ängste verbreiten sind nicht so mein Ziel, sondern mehr ein gesundes Bewusstsein im Umgang mit gewissen Teilen aus der Digitalisierung, schaffen!

Nun zu ein konkretes Beispiel, dafür wie Cybergrooming entstehen kann, erläutere ich euch kurz:

  • Unterwegs auf dem Weihnachtsmarkt gewesen, blieb ich kurz am Kinderkarusell stehen. Diese fröhlichen Gesichter zu sehen, in einer Welt voller Sorgen, Hass und Gewalt, tut einfach gut. Dann stiegen 2 Kinder ein, lächelnd, aufgeregt und so beschwerdefrei. Plötzlich, vor dem Karussell, laut sprechend: 
    • „Aber Engel, bitte schön zu mir schauen, wir wollen doch, dass alle auf Instagram sehen können, wie hüüüüübsch meine Prinzessin ist!“ 

Mir brach in diesem Moment das Herz!
Sprachlos da stehend!
Kopfschüttelnd!

Jeder darf natürlich tun und lassen was es möchte, aber haben diese Erwachsene nur einen Augenblick daran gedacht was für Auswirkungen dieses Verhalten haben könnte? Womöglich nicht, dann würden die Likes, gar die Meinung anderer KEINE Rolle spielen. 

Die Folgen dieses Bildes im Internet, können verheerend sein, nicht sofort, aber mit der Zeit. Wenn die Kinder im Kindergarten sind, reicht aus, wenn nur ein anderes Kind anfängt darüber herzuziehen. Mobbing und Grooming entsteht meistens dann, wenn man unvorsichtig ist. Eben genau dann, wenn z.B. Eltern denken sie handeln richtig, doch das tun sie nicht und das Kind ist der leidtragende. 

Nein ich möchte den Finger nicht erheben, doch das eigene Kind zur „Schau“ zu stellen, für mehr Likes, für mehr „Ansehen“ finde ich nicht gut. JA das ist meine persönliche Meinung, doch nicht, weil ich „eifersüchtig“ oder „neidisch“ bin, sondern weil genau diese Vorgehensweise in vielen Fällen das Tor zur Kriminalität öffnet. 

Auch ein Phänomen was im Netz zu beobachten ist, was aber mögliche zukünftige Pädophile des eigenen Kindes sein können:

  • Schwangere Frauen bekommen horrend viele Likes, viele Kommentare, doch für mich unverständlich, warum man nicht in die Lage ist dies mit ein wenig Zurückhaltung zu tun. Natürlich möchte man dieses eine schöne Ereignis mit der Welt teilen, das eigene große Glück zeigen. Doch jetzt wären wir leider wieder beim Thema „Cyberkriminalität“! 

In den Nachrichten bekommt man zu hören/zu lesen, dass wieder nach mutmaßlichen Tätern gefahndet wird die angeblich der Kinderpornografie bezichtigt werden. Viele sind dann entsetzt, schimpfen auf die Täter, bezeichnen sie als Schweine, doch haben sich mal Eltern gefragt wie so etwas entstehen kann? Es wird den kriminellen die alleinige Schuld gegeben, aber als Eltern weiß man, da draußen gibt es Menschen, die eine kriminelle Ader haben könnten, dann versuche ich doch mein Kind zu schützen. 

WIE?

Ganz einfach:

  • Eine Mutter dokumentiert im Internet (nennen wir es mal direkt bei Namen: Instagram) ihre Schwangerschaft von Anfang an mit Bildern. Redet über mögliche Schwierigkeiten/Komplikationen sowie aber auch über schöne, unvergessliche Momente. Die Likes purzeln nur so daher! 
  • Dann ist das Kind auf die Welt!
  • Die Entwicklung des Kindes wird ebenfalls in Bildern mit Text versehen, festgehalten. 

Eigentlich ist dagegen nichts einzuwenden, bis auf ein paar Kleinigkeiten:

  • Das Kind kann nicht sagen, ob es jetzt Bock / Lust hat ins Netz gestellt zu werden oder nicht!
  • Es kann nicht selber entscheiden welches Bild von sich ins Netz gestellt wird (ob Profilbild, ob Ganzkörper, ob nur Gesicht, etc.) und schlimmer, mit welchem Text das Bild versehen wird. Denn eventuell hat das Kind in dem Moment eine andere Meinung wie das Elternteil, oder es ist ihm einfach nicht danach. 

Jetzt komme ich zu dem wichtigsten Punkt, nämlich WIE kommt es dazu, dass ein Pädophiler, genauestens darüber informiert ist, WO das Kind ist, WAS das Kind will, vor allen Dingen WAS ein Kind NICHT will / mag und wie ein solchen Täter überhaupt dazu kommt Bilder vom eigenen Kind zu machen, sich daran aufgeilen und keiner bekommt irgendetwas mit. 

Nun eigentlich auch hier ganz einfach und logisch:

  • die Plattform Instagram ist für jeden zugänglichweltweit was ja nichts Schlimmes ist, denn es soll ja jeden vernetzen, jeden erreichen, die Möglichkeit bieten Kontakte zu knüpfen, doch die Gefahren sind für kriminelles Potential, sehr hoch: 
  1. Die Täter haben Zeit und vor allem die Geduld um sich Profile / Accounts genauestens anzuschauen,
  2. Bedeutet im Klartext: Je genauer und detaillierter Eltern das Leben mit /von/über das eigene Kind dokumentieren, wie z.B. Gewohnheiten des Kindes, Allergien die das Kind entwickeln, Routinen im täglichen Ablauf, desto leichter für den Täter an das Kind „ranzukommen“, 
  3. Je mehr ein Täter über das Leben vom Kind weiß umso leichter für ihn an das Kind ranzukommen und umso weniger Widerstand wird das Kind leisten, denn er bekommt eine „gewohnte Umgebung“ vorgespielt so dass, sich das Kind sicher fühlen kann! Das tun die Täter, in dem es zum Beispiel an Orte lockt, dass das Kind kennt, oder mit Naschereien lockt wie die Eltern, weil so das Kind zum Beispiel für die Bilder „still“ sitzt, damit das Bild ja schön wird und nicht viel retuschiert werden muss. 

Nochmal zusammengefasst:

  • Je detaillierter die Eltern im Internet über die Kinder schreiben / berichten umso leichter fällt es den Kriminellen kriminell zu sein! 

Hier noch mal, natürlich können Eltern tun und lassen was sie wollen, ich bitte sogar darum, denn es ist ihr Account, ihre Entscheidung wieviel Einblick sie Fremden in ihr Leben gewähren, aber dann muss man sich auch darauf einstellen, dass dieser missbraucht werden könnte. Auch hier: „Nichts muss, alles kann!

Denn schließlich bringen wir unseren Kindern ja auch bei, dass: 

  • man auch nicht über die Straße rennt, ohne sich vorher abzusichern, ohne nach links und rechts zu schauen, ohne sich zu vergewissern ob Autos kommen oder nicht! Das ist mittlerweile auch in Routine, ins Blut übergangen, so dass mein Ziel ist, dass Digitalisierung mit dem selben Bewusstsein funktioniert, wie über die Straße laufen. 

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