#DarumBloggeIch

Wie alles angefangen hat?

Nun ist schon etwas länger her. Der Anlass war ein ganz einfacher. 2009 wurde bei mir Multiple Sklerose diagnostiziert. Da war für mich klar ich möchte darüber aufklären. Mehr darüber schreiben. Durch meine Geschichte einfach versuchen anderen Mut zu machen.

Doch da war noch mein Beruf. Denn ich gerne ausgeübt hatte. Damals war ich angestellt, als Applikationsdeveloperin. Hatte mir richtig Spaß gemacht, doch merkte ich mit der Zeit, dass es nichts für mich ist. Also entschied ich mich in die Selbständigkeit zu gehen. Nicht nur weil sich das viel besser mit meiner Multiplen Sklerose vereinbaren lässt, sondern ich kann das tun was mir Spaß und meine Arbeit nicht wie ein Klotz am Bein erscheinen lässt.

Aller Anfang ist schwer

Irgendwie fühlte sich der Anfang holprig, nicht so wie ich es mir erhofft hatte. Nun mit „Niederlagen“ kann ich umgehen, doch wollte ich alles irgendwie „richtig“ machen. Hm, aber was ist nun „Richtig“ und was nicht.

Die wichtigste Frage stellte sich jedoch erst im Laufe der Jahre, was dazu führte, dass ich eine lange Zeit gebraucht habe, um das Richtige für mich zu finden, nicht das Richtige vom Doing her, doch der Umgang mit allem Drumherum. Sicherlich haben sich der Ein oder Andere gefragt, warum ich mich nicht entscheiden kann, endlich etwas „durchziehe“. 

Warum ich mich entmutigen ließ

Weil mir eine Sache mir richtig zu schaffen machte. Ja mir schlaflose Nächte bereitet. Eine Aussage traf mich zutiefst und diese hat Zeit gebraucht. Zeit verarbeitet zu werden, Zeit um richtig einschätzen wie sie gemeint war.

„Claudia, ich an deiner Stelle würde das berufliche nicht mit deiner Multiple Sklerose verbinden, das wird deinem Geschäft schaden!“

Hä??

Klar, wer will schon von einer kranken Frau inspiriert werden, dachte ich mir. Denn bevor die Menschen wussten, dass sich in mir eine „tickende Zeitbombe“ gemütlich macht, fanden mich alle „stark“ und kompetent, doch sobald sie über meine „Mitbewohnerin“ im Hirn erfuhren, war ich plötzlich nur noch die „Kranke“. Danach war es Schluss mit „wow, du hast so viel erreicht gerade wegen deinen vielen Schicksalsschläge, eine echte Bereicherung!“ Tja, das demotivierte mich, kratzte an meinem Ego, vor allem, weil ich für diese Erkrankung nichts kann. Bin ich dann gleich inkompetent oder nachlässig nur weil ich schwer krank bin?

Ja das brauchte seine Zeit, weshalb ich mir immer wieder eine neue „Identität“ vergab mit verschiedenen Blogs, nur dass sich keiner wirklich Richtig, nein anders ausgedrückt „AUFRICHTIG“ anfühlte. Denn Leute, warum sollte es meinem Geschäft schaden, wenn ich dazu stehe unheilbar erkrankt zu sein?! Das hatte ich mich gefragt doch NIE den Mut aufgebracht es einfach zu tun. Darüber zu schreiben was mich beschäftigt, wie es sich mit einer unheilbaren Krankheit leben und Gründen lässt. 

Gründen lässt sich Bekannterweise überall, egal unter welchen Umständen

Wie ich es geschafft habe doch für mich das Richtige zu tun

Bis zu einem morgen als ich aufwachte und beschloss, JA verdammt ich möchte Gründen und dazu stehen, dass ich krank bin. Also rief ich „Claudia Grimm Care“ ins Leben. Hier kann ich das berufliche mit dem schicksalshafte sehr gut miteinander verbinden. Und vor allem möchte ich endlich mein Beruf in vollen Zügen ausüben und mein Wissen weitergeben, damit das Leben nicht nur ein Stück „schöner“, sondern auch „einfacher“ wird. 

Was ich genau mache?

Seit über 13 Jahren gehört nicht nur Applikationsentwicklung (leider nicht mehr so viel bis gar nicht wie am Anfang) sondern auch die digitale Entwicklung, zu meinem Beruf, heute ist die „Digital Awareness“ viel mehr meine Berufung. Denn ja man sollte nicht darauf verzichten, tue ich ja auch nicht, doch leider wird diese viel zu „leichtsinnig“ angewendet, was dazu führt, dass Cyberkriminalität und vor allem Cybermobbing zunehmen und dass ich mittlerweile sehr oft in den sozialen Medien die Hashtags #morelovelesshate,  #gibthasskeinechance wiederfinde, schmerzt sehr, denn dafür wurde die digitale Welt nicht erschaffen, mehr aber um Menschen zu verbinden, zu vernetzen.

Nun versuche ich einfach erklärt den technischen Hintergrund hinter dem großen „Netz“ da draußen zu erklären, verständlich zu vermitteln. Denn auch wenn Digitalisierung („digital sein“) Spaß macht so verbirgt sich dahinter auch ein gewisses Risikofaktor, was die Feinfühligkeit eines jeden einzelnen in der Verwendung, abverlangt. 

Jetzt ist es raus, warum ich blogge, warum ich endlich über mein Schatten gesprungen bin, das was mir Spaß macht mit gewissen Tatsachen zu vereinbaren, so dass ich große Freude daran habe es mit anderen zu teilen. 

So möchte ich jeden von euch da draußen ermutigen zu bloggen. Habt ihr etwas auf dem Herzen, etwas was euch unbedingt unter die Nägel brennt ihr es mit der Welt teilen möchtet? Dann tut es!

Schreibt euch auf was euch daran hindert, was euch davon abhält damit zu starten. Sind das triftige Gründe, dann schaut ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt wenn ihr das unbedingt tun wollt. Ihr denkt euer „Thema“, euer „Produkt“ ist nicht gut genug oder es schon zigmal auf dem Markt gibt, dann lasst euch gesagt sein: Na und! Aber DEINE Note fehlt, DEIN Fingerabdruck in dieser Welt fehlt. Lass dich nicht davon entmutigen damit zu starten auch wenn du denkst es ist nicht gut genug, denn alleine, dass DU es neu zum Leben erweckt hast, ist es schon etwas besonders und Einzigartiges.

Also los! Trau dich!

Vielleicht treffen wir uns ja irgendwann mal auf das Ein oder Andere Blogevent wie z.B. auf den Swiss Blog Family Kongress in Zürich?

Drücke dir die Daumen und wünsche dir viel Kraft und Mut mit deiner Geschichte, deinem Werk an den Start zu gehen.

Deine Claudia

5 Kommentare
  1. Liebe Claudia,
    schön, wenn DU jetzt den richtigen Weg für DICH gefunden hast.
    Das machst du genau richtig…. nicht vom Weg abbringen lassen, kleine Umwege in Kauf nehmen und immer weiter….. Ich drücke die Daumen.

    Liebe Grüße, Deine Christine 😉

    1. Liebe Christine,

      ja es hat lange gedauert und arg an mir genagt, dass ich mein Beruf ja nicht mit der MS in Verbindung bringen soll, aber doch genau das werde ich machen 😁. Danke dir 😎.

      Liebe Grüße Claudia

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