So bevor ich damit anfange euch zu erzählen was und wie ich gegen das mittlerweile schon fast berühmte, divahafte Virus mache, starte ich mit ein paar aktuelle (Stand bis So. 15. März 2020, 23 Uhr) Fakten! 

Da ich eine Freundin der Wissenschaft bin, werde ich mich auf die Fakten vom RKI (Robert-Koch-Institut) beziehen. Klar kann ich auch die politischen erwähnen, aber mich interessiert das Virus an sich, als die Maßnahmen (soll nicht heißen, dass ich diese nicht willkommen heiße, denn das tue ich oder dass ich nicht befolge, denn auch das tue ich, doch ich möchte ein wenig etwas zum Virus an sich schreiben). 

Was sind nun Coronaviren?

Coronaviren wurden erstmals Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Coronaviren verursachen beim Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS).
In der Vergangenheit waren schwere, durch Coronaviren verursachte Krankheiten wie SARS oder MERS zwar weniger leicht übertragbar als Influenza, aber sie haben dennoch zu großen Ausbrüchen geführt, zum Teil in Krankenhäusern.

Kann das Virus mutieren?

Es gibt immer die Möglichkeit, dass Viren sich genetisch verändern. Mutationen verändern aber nicht automatisch die Eigenschaften des Virus.

Wie sieht die Risikobewertung vom RKI aus?

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Es handelt sich weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Bei einem Teil der Fälle sind die Krankheitsverläufe schwer, auch tödliche Krankheitsverläufe kommen vor. Die Zahl der Fälle in Deutschland steigt weiter an. Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als mäßig eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region und ist in „besonders betroffenen Gebieten“ hoch. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu.

Die Risikobewertung durch das RKI ist kurz, deutlich, klar und unmissverständlich. Warum es eine dynamische Situation ist, liegt daran, dass keiner der Experten einschätzen kann, wie rasant sich die Krankheit ausbreitet, bedeutet so viel, dass man keine Vergleiche hat und das ist ins geheim ja das beängstigte, was nicht die Schwere oder das Leichte der Krankheit erklärt. 

Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)

Was vom Robert-Koch-Institut schon bekannt ist wird unten in einer Grafik kurz erläutert: 

Ein Bild, das Screenshot enthält.  Automatisch generierte Beschreibung

Abbildung 1: Auftreten der häufigsten Symptome bei COVID-19-Fällen in China (n = 55.924 laborbestätigte Fälle; Stand 20.02.2020).
Quelle: Robert Koch-Institut

Zu den Risikogruppen zählt das RKI: 

„Obwohl schwere Verläufe häufig auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten (14), haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
  • Raucher
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen
    • des Herzens (z.B. koronare Herzerkrankung), 
    • der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis), 
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen),
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
    • Patienten mit einer Krebserkrankung,
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison).“

Bis jetzt doch eigentlich alles gut verständlich und klar. Ja dazu zähle ich theoretisch und praktisch, auch. Dazu komme ich aber später, da ich euch eben den kurzen „Überblick“ noch fertigstellen möchte, dann kann ich zu meiner Sicht, Meinung kommen. 

Überblick über die Fallzahlen in Deutschland und den Risikogebieten

Hinweis zum Bild: Bislang wurden hier die Fälle aufgelistet, die dem RKI übermittelt worden sind oder die von Bundesländern bzw. Kommunen öffentlich bestätigt waren (“Zahl bestätigter Fälle”, siehe 1. Spalte). Mit der steigenden Zahl der Fälle in Deutschland können diese Fallzahlen nicht mehr manuell aktualisiert und qualitätsgesichert berichtet werden. Daher werden voraussichtlich ab Kalenderwoche 12 ausschließlich die dem RKI von den Gesundheitsämtern übers Bundesland elektronisch übermittelten Fälle dargestellt.

Damit ihr auf dem Laufenden seid, schaut bitte regelmäßig beim RKI vorbei, denn die Fallzahlen ändern sich ständig, um nicht zu sagen Minütlich. 

Weitere Informationen, Antworten findet ihr auf der Webseite vom RKI!

Meine Sicht und Empfindungen bzgl. des Virus!

Das war eine kurze, pragmatische Übersicht über die wichtigsten Fragen bezüglich des Corona-Virus. Jetzt wollen einige bestimmt wissen (oder auch nicht) wie ich darüber denke, wie ich das Ganze empfinde. 

Nun da ich theoretisch und praktisch zur Risikogruppe gehöre, geht es mir sicherlich NICHT am Allerwertesten vorbei. Den ersten „Kontakt“ (also bildlichen und aus den Nachrichten) mit dem Virus hatte ich kurz vor der #CreativeWorld2020 in Frankfurt, am 25.01.2020. Bis zu dem Samstagmorgen als wir uns fertig gerichtet haben für die Messe, hatte ich Zweifel und wollte nicht hin. Doch „damals“ war dieser sich-komisch-entwickelnden-Virus noch soooooo weit weg! 

Doch aus „damals“ wurde „JETZT“!

Was mich NICHT beängstigt hatte war die Tatsache, dass ich all das was uns alle, anfangen vom RKI über die Bundesregierung, ans Herz gelegt haben, ich schon sehr lange „Folge“ geleistet hatte -> die HYGIENE Maßnahmen!

Denn seit meiner gesicherten Multiple Sklerose Diagnose, achte ich akribisch auf die Hygiene und zwar NICHT, weil mein Dachschaden größer wurde, sondern ich wollte einfach nicht noch mehr leiden, als ich eh schon nach den schweren Schüben tat. So hat sich bei mir schon seit Jahren eine „Übervorsicht“ entwickelt.

Auch vermeide ich seit Jahren grundsätzlich Menschenmassen, gehe nur ganz früh morgens in die Stadt oder spät abends Einkaufen. Zum einen wegen den Reizüberflutungen und zum anderen hatte ich immer Angst, dass mir jemand meiner Schubseite (linke Körperhälfte) zu nahe kommen könnte. Warum? Ich habe vom letzten Schub bleibende Schäden und Schmerzen des Todes!

Aber kurzum, die Hygiene Maßnahmen haben mich NICHT kalt erwischt!

Was mich aber EISKALT erwischt hat, war eine ganz andere Sache, mit der ich NIE gerechnet hätte. Der Umgang mit dieser Pandemie, was ja nun wirklich keine Lappalie ist! Dass man im Jahre 2020 erst dazu AUFGEFORDERT werden muss, SOLIDARITÄT, RESPEKT, MITGEFÜHL anderen Gegenüber zu zeigen, ja das war mir NEU! LEIDER!

Dass ich beim Einkaufen an der Kasse blöd angemacht werde, ob ich nicht schneller machen könnte, da man ja schließlich beim Einkaufen nicht infiziert werden wollen würde. 

Na klar kann ich mich beeilen, aber es würde nichts bringen. Außer, dass man vielleicht einen Herzkasper erleidet. 

Mein vielleicht einziger Vorteil bei der ganzen Geschichte ist der Umgang mit Extremsituationen. So ist es für mich nichts neues, für eine bestimmte Zeit Zuhause aufzuhalten. Vom sozialen Kontakt kann ich ja nicht reden, da wir alle DIGITAL sehr gut aufgestellt sind. Beruflich? Ja wir sind Zuhause im Home Office! Improvisieren, schauen wie wir das Kind schaukeln können.

Ein wichtiger Satz möchte ich euch dennoch ans Herz legen, vor allem all jenen, die meinen, die Welt drehe sich nicht weiter, würden auf die Straße landen, weil der Chef nicht kulant ist oder weil das Geschäft schließt.

-> WIRD ES NICHT!

Besondere Situationen, erfordern besondere Maßnahmen und glaubt es mir, kein Chef (ich rede jetzt von größeren Arbeitgebern) wird es jetzt riskieren, jemanden auf die Straße zu setzen, weil jede Firma, jedes Unternehmen Hilfe zugesichert wurde.

Für mich wird eher die nächste Zeit eine größere Schwierigkeit, ist die Tatsache, dass ich meine Mama nicht mehr so oft sehen kann. Sie arbeitet im Pflegeheim, natürlich mache ich mir Sorgen um sie, doch auch hier, solange wir z.B. Videotelefonie haben ist es für mich ein wenig besser auszuhalten. 

Wo ich jetzt auch beim Thema wäre: 

Danke!!!!!!!!

an alle Helden*innen (wie z.B. Ärzte, Wissenschaftler*innen, Krankenschwestern, Polizeibeamten, Verkäufer*innen, Politiker*innen u.v.m.) da draußen, die jeden Tag schauen, das Land am Laufen zu halten ohne, dass wir Menschen viel davon mitbekommen! Wir brauchen viel mehr von euch, ihr hält uns am Leben, macht weiter obwohl ihr selber zum Teil keinen Ausweg mehr sieht, ertragt unsere Fragen, unsere Launen. 

Deshalb macht mir dieser Virus auch keine Angst, denn MIR geht es GUT, im Gegensatz zu anderen Menschen, die leider keine andere Wahl haben, als da raus zu gehen in dem Wissen sie könnten sich infizieren, sogar daran sterben. 

Denn wisst ihr, ich habe keine Ahnung wann meine letzte Stunde schlägt auch nicht auf welchem Wege, ob ein Virus oder etwas anderes Schuld ist weiß ich nicht, doch ich weiß, dass ich im Jahre 2020 so viele Möglichkeiten habe auch mal ein paar Wochen Zuhause zu verweilen. Ja ich habe mein Studium, mein Blog, viele ungelesene Bücher und nicht zu vergessen meine Lieben, der Frühjahrsputz wartet! 

Also verzweifelt nicht! 

Der Staat bietet gerade viele Alternativen und Möglichkeiten um die paar Wochen einigermaßen „angenehm“ Zuhause gestalten zu können. Denkt nur eine Sekunde an die tausenden Kinder an der griechischen Grenze, die KEIN Essen haben, KEINE Luxusartikel wie Duschgels oder Toilettenpapier und vor allem haben sie, im Gegensatz zu uns, KEINE Sicherheit für den morgigen Tag!!! da erscheint uns dieser Virus dann wiederum schon ein wenig „banal“, was NICHT heißen sollte, dass wir uns nicht in einer Krise oder ersten Situation befinden, denn das tun wir auf jeden Fall. 

Lasst uns versuchen gemeinsam diese Zeit so schön wie möglich zu gestalten und dankbar dafür sein, dass wir endlich mal ein klein wenig „entschleunigen“ können! 

In diesem Sinne wünsche ich euch einen tollen Wochenanfang, passt auf euch auf und vergesst nicht, es gibt Menschen denen geht es viel schlechter.